Wissenschaft trifft Tanz: Pilot-Workshop von „Science on the Dance Floor“ gestartet
- Irina Demina
- Feb 24
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Updated: 4 days ago

Wie lassen sich wissenschaftliche Erkenntnisse zu Bewegung und Metakognition gemeinsam mit Praktiker:innen weiterdenken? Mit dieser Frage startete am 17. Januar der erste Workshop der neuen Science-Engagement-Reihe „Science on the Dance Floor“. Metakognition bezeichnet dabei die Fähigkeit, das eigene Wahrnehmen und Handeln bewusst zu beobachten und einzuschätzen.
Zu dem dreistündigen Pilot-Workshop lud das Projektteam eine Gruppe von Tanzpädagog:innen und Tanzpraktiker:innen aus Tübingen und der Region in ein Tanzstudio ein. Die Veranstaltungsreihe ist Teil eines Science-Communication-Projekts, das durch die VolkswagenStiftung gefördert wird und an frühere Forschungsarbeiten im Rahmen einer Freigeist-Fellowship anknüpft.
Ziel des Projekts ist ein ko-kreativer Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis. Im Workshop arbeiteten die Teilnehmenden daher daran, eine gemeinsame Grundlage zu entwickeln, um über das eigene Bewegungserleben sprechen zu können. Ausgangspunkt waren jeweils kurze Tanzsequenzen, in denen die Praktiker:innen ihr Körpererleben bewusst beobachteten. Erst im Anschluss wurden wissenschaftliche Begriffe eingeführt, die dieses Erleben beschreiben. Auf diese Weise entstand Schritt für Schritt eine Sprache, die sowohl für die wissenschaftliche Analyse als auch für die tanzpraktische Erfahrung anschlussfähig ist.
An dem Workshop beteiligt waren unter anderem die Choreografin Irina Demina (Berlin), die Tänzerin und Doktorandin Deliah Seefluth (UCL London), die HIB-Doktorandin Gayatri Nerpagar sowie die Leiterin der Nachwuchsgruppe Elisa Filevich (HIB, Tübingen). Die Teilnehmenden zeigten sich offen für ein Format, das die Qualität des eigenen Bewegungserlebens stärker in den Mittelpunkt stellt und tanzpraktische Arbeit mit wissenschaftlicher Reflexion verbindet.
Der Pilot-Workshop bildet den Auftakt für eine Reihe von rund zwölf weiteren Veranstaltungen, in denen künftig etwa 100 bis 150 Bewegungspraktiker:innen, darunter Tänzer:innen, Sportler:innen, Yogalehrende oder Schauspieler:innen, einbezogen werden sollen. Die gewonnenen Rückmeldungen sollen in eine wissenschaftliche Positionsarbeit einfließen, die neue Perspektiven für die Forschung zu motorischer Wahrnehmung und Metakognition aufzeigt.
Medienkontakt
Philipp Sigle presse@lead.uni-tuebingen.de



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